Invitation à l'assemblée générale en ligne 2026

L'assemblée générale de l'ASHB se tiendra à nouveau sous forme de questionnaire en ligne. Les résultats seront présentés lors de la Rencontre de la branche qui aura lieu le lundi 8 juin 2026 à Zurich.
18. mai. 2026 ·

Vous trouverez ci-dessous la brochure d'invitation contenant l'ordre du jour, ainsi que le lien vers la décision par voie de circulation en ligne et tous les documents financiers complémentaires :

Invitation avec l'ordre du jour

Lien vers le vote de circulation en ligne

Comptes annuels ER 2024 et 2025 avec le budget 2026

Bilan au 31.12.2025 avec comparaison par rapport à l'année précédente

Merci de participer aux votes avant le 3 juin 2026. Merci d'avance !

Les résultats des votes ne seront publiés que sous forme de résumé (voix pour, contre et abstentions). Les résultats détaillés sont disponibles auprès du secrétariat ; ils seront traités de manière confidentielle et ne seront pas communiqués à l'extérieur.
 

Rencontre de la branche du lundi 8 juin à Zurich

La rencontre de la branche de l'ASHB aura lieu le lundi 8 juin 2026 au SOHO Rooftop Bar à Zurich. Des tables rondes concises sur des thèmes clés d'actualité du secteur vous y attendent. L'événement se déroulera en allemand.

Programme et informations
Formulaire d'inscription

Si vous avez des questions ou des doutes, veuillez contacter le secrétariat à l'adresse info@vsgu-ashb.ch ou au 041 926 07 92.

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Articles spécialisés
VSGU-Branchentreff 2026: Impulse für eine Branche im Wandel

Am Montag, 8. Juni 2026, traf sich die Schweizer Goldschmiede- und Uhrenbranche zum diesjährigen VSGU-Branchentreff im Aubrey an der Zürcher Hardbrücke. Nach Türöffnung und Begrüssungsdrink erwartete die Teilnehmenden ein dichtes Programm: Neuigkeiten aus dem Verband, vier hochkarätige Podiumsreferate zu Gold, Diamanten, Uhren und KI-Suche sowie ein Apéro riche zum Ausklang. Erstmals wurden die Teilnehmenden durch das letztes Jahr frisch gewählte Co-Präsidium Andrea von Allmen und Susanna Hospenthal begrüsst. 
 

VSGU:  Aktualitäten, Projekte und Ergebnisse der Online-MV

Zum Auftakt berichtete Andrea von Allmen und Susanna Hospenthal über die künftigen Schwerpunkt aus der Strategietagung 2025 des Verbands: Austausch und Vernetzung in der Branche fördern, massgeschneiderte Weiterbildungsangebote nach den Bedürfnissen der Mitglieder, eine qualitativ hochwertige und zukunftsfähige Grundausbildung sowie die langfristige Nachfolgesicherung durch aktives Berufsmarketing. Vision und Leitbild des VSGU sollen geschärft werden. 

Zentrale Projekte im Berufsfeld Schmuck- und Objektegestaltung sind die WorldSkills 2026 in Shanghai & SwissSkills 2027 in Bern sowie der geplante Berufsbildungsfonds (BBF): Weil die freiwillige Beteiligung nicht ausreichte, fiel der Richtungsentscheid zur Allgemeinverbindlichkeit. 2026 läuft die Informationskampagne mit Urabstimmung (Ziel: Hohe Beteiligung der Branche); bei einem Ja folgen der Antrag ans SBFI und die Umsetzung ab 2028. 

Erfreulich entwickelt sich zudem das Qualitäts-Label des VSGU, das ethisch, ökologisch und sozial verantwortliches Arbeiten für die Kundschaft sichtbar macht: Bereits 20 Standorte sind akkreditiert, und dieses Jahr profitieren Mitglieder von einer Gratisakkreditierung!

Co-Geschäftsführer Remo Fürer präsentierte anschliessend die Ergebnisse der vorgängig durchgeführten Online-Mitgliederabstimmung: Die Mitglieder nahmen die Jahresberichte des Co-Präsidiums, der Geschäftsstelle und der Fachkommissionen sowie die Jahresrechnung 2025 ab und erteilten dem Vorstand die Entlastung. Das Co-Präsidium sowie der gesamte Vorstand wurden einstimmig wiedergewählt und alle weiteren Geschäfte ordnungsgemäss bestätigt. 

Anschliessend moderierte gewohnt souverän Nina Hänsli, Geschäftsführerin der wamag | Walker Management AG, die Referate sowie die nachfolgenden Diskussionen mit Gespür für die relevanten Fragestellungen.

 

Gold im Fokus: Markttreiber und Ausblick

Michael Müller, Portfolio Manager und Mitglied im Anlagekomitee der Valiant Bank AG, beleuchtete den Goldmarkt aus Anlegersicht – mit direktem Bezug zur Schmuckbranche. Gold trägt heute drei Identitäten zugleich: Es ist Schmuckrohstoff, Zentralbankreserve und Krisenversicherung. Besonders die Notenbanken prägen die Nachfrage: Seit der Finanzkrise und verstärkt seit der russischen Invasion in der Ukraine 2022 kaufen sie strategisch und in grossem Stil Gold zu. Als zentrale Preistreiber nannte Müller Zinsen und Inflation, Geopolitik und Vertrauen, den US-Dollar samt Verschuldung des Finanzsystems sowie das physische Angebot.

Für die Schmuckbranche bedeutet die Doppelrolle von Gold als Anlage und Produkt dreierlei: Das Preisbewusstsein der Kundschaft steigt, die Produktdifferenzierung gewinnt an Bedeutung, und die Nachfrage wird zyklischer. Im Ausblick sprach Müller von einem strukturell höheren Goldniveau – gestützt durch strategische Notenbankkäufe, hohe Staatsverschuldung, wachsendes Systemmisstrauen und anhaltende geopolitische wie wirtschaftliche Unsicherheit.

 

Lab-Grown Diamonds und Diamantpreise: Neue Dynamiken im Markt

Tobias Lanz, Global Associate Director Sourcing & Category Management bei der Bucherer AG, ordnete die Umwälzungen im Diamantenmarkt ein. Labordiamanten erreichen seit rund 2012 Top-Schmuckqualität – und haben sich preislich dramatisch entwickelt: Innerhalb von zehn Jahren fielen die Preise um über 98 Prozent; heute kosten Lab-Grown Diamonds noch ein bis drei Prozent eines vergleichbaren Naturdiamanten. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Round Brilliant mit 4.53 Karat (E, VVS2) kostet als Naturstein rund 149'450 US-Dollar, als Labordiamant 574 US-Dollar. Entsprechend gross sind auch die Preisunterschiede im Detailhandel – für praktisch identische Lab-Grown-Solitärringe verlangen Anbieter bis zu 275 Prozent mehr als Discounter.

Wichtig für die Beratung: Gemäss CIBJO darf ein Labordiamant nie als blosser «Diamant» bezeichnet werden, sondern stets nur mit klarstellendem Zusatz. Auch ein GIA-Report ist kein Beleg für einen Naturstein – das GIA zertifiziert auch Labordiamanten und stellt deren Bewertung per Ende 2025 auf die Kategorien «Premium» und «Standard» um. Beruhigend: 100 Prozent aller Labordiamanten lassen sich mit heutiger Technik identifizieren. Im Markt zeichnet sich eine Zweiteilung ab: Lab-Grown etabliert sich im Einstiegspreis- und Fashion-Segment mit sehr hohen Margen, während sich High-End-Marken bewusst abgrenzen – De Beers etwa schloss 2025 seine Lab-Grown-Schmuckmarke Lightbox. Die Preise natürlicher Diamanten stehen derweil unter Druck: Auf den Nachfrageboom nach Corona folgten Überproduktion, rasche Marktsättigung und Preiszerfall, verschärft durch Geopolitik und die Wirtschaftslage in den Schlüsselmärkten USA und China. Für den Fachhandel ergeben sich daraus konkrete Fragen zu Kalkulation, Lagerbewertung und Sortimentsgestaltung – und zugleich Chancen durch Transparenz, ethische Beschaffung und lückenlose Nachverfolgbarkeit.
 

Uhren im Umbruch: Welche Marken haben Zukunft?

Iris Kuhn-Spogat, Leiterin Watches bei der BILANZ, zeichnete das Bild eines Uhrenmarkts zwischen Premiumisierung und Polarisierung. Die Schweizer Uhrenexporte zeigen seit Jahren dieselbe Schere: Der Exportwert stieg von 17.0 Milliarden Franken (2020) auf 25.6 Milliarden (2025), während die Stückzahlen von ihrem Hoch bei 16.9 Millionen (2023) auf 14.6 Millionen sanken – Wert rauf, Volumen runter. Gleichzeitig konzentriert sich der Markt: Rolex hält 2025 einen Marktanteil von 32.9 Prozent, die rund 440 übrigen Marken teilen sich zusammen gerade einmal 18.2 Prozent. Oder in den Worten der Referentin: «Es gibt Rolex, und es gibt Uhren.»

Als dritte Kraft identifizierte Kuhn-Spogat die veränderte Käuferschaft: Eine neue Generation – Gen Z und vermehrt Frauen – übernimmt das Ruder, ist bestens informiert und anspruchsvoller denn je. Uhren aus Vorbesitz werden mit rund 40 Prozent Akzeptanz zum Mainstream. Das Begehren ist intakt: Gemäss Deloitte Swiss Watch Industry Study 2025 wollen 72 Prozent der Befragten in nächster Zeit eine Armbanduhr kaufen. Beim Vertrieb dominiert weiterhin der stationäre Handel mit über 60 Prozent Anteil, davon 38 Prozent Multimarken-Retailer. Auswahl und persönliche Beziehung sind dabei die Schlüssel für die Zukunft. Ihr Appell an den Fachhandel unter dem Stichwort «Courage!»: Community aufbauen, das Geschäft zum Treffpunkt machen, unabhängige Marken integrieren und auf Secondhand setzen.
 

KI in der Suchlandschaft: Wie Unternehmen sichtbar bleiben

Samuel Kirchhof, Head of Performance Marketing bei der Webrepublic AG, räumte mit einem Mythos auf: Google ist keineswegs tot. Mit knapp 94 Prozent Marktanteil bleibt die Suchmaschine klar führend, während ChatGPT als Suchwerkzeug erst 0.25 Prozent ausmacht. KI-Chatbots werden vor allem für informationale und komplexe Anfragen genutzt – und sie ersetzen die klassische Suche nicht, sondern erweitern sie: Wer ChatGPT nutzt, sucht danach sogar häufiger auf Google. Gleichzeitig nähern sich die Welten an: LLMs erhalten Web- und Shopping-Funktionen, Google kontert mit AI Overviews und dem AI Mode. Daneben wächst die Social Search – gerade die Gen Z sucht zu 73 Prozent auch auf TikTok, Instagram und Co. nach Inspiration.

Für Fachgeschäfte und Ateliers hatte Kirchhof konkrete, sofort umsetzbare Empfehlungen: Erstens ein Local-Business-Schema (JSON-LD) auf der Website hinterlegen, damit die Crawler von KI-Modellen die Inhalte zuverlässig lesen können. Zweitens das Google-Business-Profil pflegen – mit exakt übereinstimmendem Firmennamen, präziser Kategorie, vollständiger Serviceliste und mehr als zwanzig hochauflösenden Fotos aus Werkstatt und Geschäft. Drittens auf bewegte, authentische Inhalte setzen: Einfache, mit dem Smartphone gefilmte Arbeitsschritte am Werktisch schaffen nachweislich mehr Kundenvertrauen als Hochglanzkampagnen. Es gilt: Authentizität vor Perfektion.
 

Austausch an der Bar und beim Grill-Buffet

Im Anschluss an die Referate und die angeregte Podiumsdiskussion nutzten die Teilnehmenden den Apéro riche ausgiebig für den persönlichen Austausch. Der Branchentreff 2026 bestätigte einmal mehr seinen Wert als Plattform, auf der die Branche Perspektiven gewinnt und gemeinsam über ihre Zukunft diskutiert. 

Als VSGU danken wir allen Referierenden, der Moderatorin, dem Gold'Or für die Schnappschüsse und den Teilnehmenden herzlich für diesen gelungenen Anlass.

12. juin. 2026 • VSGU-ASHB
Articles spécialisés
Les droits en cas de défaut dans le contrat d’entreprise

Lorsqu’un client confie la fabrication, la modification ou la réparation d’un bijou, il en résulte un contrat d’entreprise dès que la bijoutière ou le bijoutier accepte le mandat.
Le service juridique de l’ASHB explique quels sont les droits et obligations des orfèvres et horlogers en cas de défaut, et en quoi ce contrat diffère du contrat de mandat (contrat de service).

 

1. Le contrat d’entreprise en bref

Les dispositions légales applicables se trouvent aux articles 363 à 379 du Code des obligations (CO).
Dans un contrat d’entreprise, l’entrepreneur s’engage à livrer un résultat concret et vérifiable – une « œuvre ». L’élément essentiel est donc le résultat final, et non seulement l’activité en tant que telle.
Dans le contexte de la bijouterie ou de l’horlogerie, il s’agit par exemple de la fabrication, de la transformation ou de la réparation d’un bijou ou d’une montre selon la qualité convenue.

À l’inverse, dans le contrat de mandat (art. 394 ss CO), la personne mandatée s’engage uniquement à exécuter une tâche, sans garantir un résultat déterminé. Ce type de contrat est typique des professions libérales (avocats, médecins, architectes, etc.).

Pour les ateliers de bijouterie et d’horlogerie, il faut donc retenir que les travaux de fabrication ou de réparation relèvent en règle générale du contrat d’entreprise.

 

2. L’importance d’un accord écrit

La loi ne prévoit aucune forme particulière pour le contrat d’entreprise – il peut être conclu verbalement.
Dans la pratique, un accord écrit est toutefois fortement recommandé. Il garantit la sécurité juridique, évite les malentendus et facilite la preuve des conditions convenues en cas de litige.

Les éléments suivants devraient toujours figurer dans un contrat d’entreprise :

  • Description précise des prestations convenues
  • Prix ou fourchette de prix (y compris rabais ou réductions éventuels)
  • Destination prévue de l’œuvre (par ex. bijou de tous les jours, bague de fiançailles, pièce d’exposition)
  • Propriétés promises ou garanties
  • Délais d’exécution et de paiement
  • Règles applicables si la clientèle ne vient pas retirer l’œuvre terminée

Un contrat clair et complet est la meilleure prévention contre les litiges liés à des défauts.

 

3. Qu’est-ce qu’un défaut ?

Selon l’article 368 CO, une œuvre est défectueuse lorsqu’elle est non conforme au contrat ou entachée d’un vice, par exemple en cas de soudure fragile, de pierres mal serties, de surfaces irrégulières ou de propriétés promises manquantes.

La responsabilité de l’entrepreneur est indépendante de toute faute : peu importe que le défaut résulte d’une erreur, d’une négligence ou du hasard.

 

4. Obligation du client : vérification et avis des défauts

L’article 367 CO impose au client de vérifier l’œuvre dès sa réception et de signaler immédiatement tout défaut constaté.
S’il ne le fait pas, l’œuvre est considérée comme acceptée, du moins pour les défauts apparents.

En cas de défauts cachés – non détectables lors de la réception –, le client doit les dénoncer immédiatement après leur découverte.
La réclamation doit être précise et explicite, et indiquer que l’entrepreneur est tenu responsable du défaut.

 

5. Les droits du client en cas de défaut

Selon la gravité du défaut, le client dispose de plusieurs options :

  • Résolution du contrat (action rédhibitoire) – en cas de défauts graves rendant l’acceptation de l’œuvre inacceptable (art. 368 al. 1 CO).
  • Réduction du prix (action en diminution) – en cas de défauts moins importants (art. 368 al. 2 CO).
  • Réparation (réfection ou exécution ultérieure) – le client peut exiger que l’entrepreneur corrige les défauts à ses frais, sauf si cela entraîne des coûts disproportionnés (art. 368 al. 2 CO).

Le client doit accorder à l’entrepreneur un délai approprié pour la réparation.
Si l’entrepreneur ne respecte pas ce délai, le client peut se départir du contrat ou réclamer des dommages-intérêts pour retard.

 

6. Dommages-intérêts et prescription

En plus des droits mentionnés, le client peut demander des dommages-intérêts lorsque l’entrepreneur est en faute – par exemple en cas de travail négligent ou de contrôle insuffisant avant la livraison.

Les délais de prescription sont les suivants :

  • Deux ans pour les choses mobilières (bijoux, montres, etc.)
  • Cinq ans pour les ouvrages immobiliers ou éléments intégrés à un bâtiment (art. 371 CO)

 

7. Conseil pratique du service juridique de l’ASHB

« Des accords écrits clairs, un travail soigné et une communication transparente avec la clientèle sont la meilleure protection contre les litiges liés à des défauts. Documentez chaque commande, l’état des objets et les éventuelles réserves – idéalement avec photos et signatures. »

 

Auteur: Roman Obrist, juriste de l'ASHB

04. nov.. 2025 • VSGU-ASHB • Services juridiques
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