Senkung der Interchange Fee bei Visa-Debitkarten

VSGU begrüsst überfällige Senkung der Interchange Fee bei Visa-Debitkarten
27. Juli. 2025 ·

Die vom Preisüberwacher und der Wettbewerbskommission (WEKO) erzielte Einigung mit Visa zur Senkung der Interchange Fee bei Visa-Debitkarten ist ein längst überfälliger Schritt. Der VSGU begrüsst insbesondere die spürbare Entlastung für stationäre Händler: Die Interchange Fee wird neu auf 0,15 % gesenkt – unabhängig davon, ob die Zahlung mit der physischen Karte oder via Mobilgerät erfolgt.

Für viele Fachgeschäfte, insbesondere im Uhren- und Schmuckbereich, sind transparente und faire Transaktionsgebühren ein zentraler Faktor. Die nun vereinbarte Senkung bedeutet eine deutliche Reduktion der Kosten am Verkaufspunkt und ist daher ein wichtiges Signal zugunsten des stationären Handels.

Positiv hervorzuheben ist zudem, dass erstmals auch grenzüberschreitende Interchange Fees für Debit- und Kreditkarten aus dem EWR gesenkt werden.

Online-Gebühren bleiben problematisch

Wenig nachvollziehbar bleibt hingegen die weiterhin deutlich höhere Gebühr bei Online-Zahlungen innerhalb der Schweiz. Mit 0,25 % liegt sie fast doppelt so hoch wie im Präsenzgeschäft – trotz identischer technischer Grundlage. Hier besteht aus Sicht des VSGU weiterhin erheblicher Handlungsbedarf.

Wie Dagmar Jenni, Direktorin der SWISS RETAIL FEDERATION, treffend festhält: „In einem weiteren Schritt sind nun auch die überhöhten Twint-Gebühren zu überprüfen, die nicht ins Gesamtbild passen. Zudem erwarten wir, dass die Kartenakzeptanzdienstleister die beschlossenen Senkungen vollumfänglich und zeitnah an die Händler weitergeben.“

Der VSGU schliesst sich dieser Forderung an und wird sich weiterhin für faire Rahmenbedingungen im Zahlungsverkehr einsetzen.

Bericht der SWISS RETAIL FEDERATION
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